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Sport verbindet: gemeinsam trainieren, gemeinsam laufen - Integration durch gemeinsamen Sport

Sport verbindet: Sportliche Aktivitäten sind für die jungen Menschen eine geeignete Möglichkeit, die Zeit sinnvoll zu nutzen und Kontakte zu in Österreich lebenden Menschen zu knüpfen. In ganz Österreich trainieren Initiativen mit Schutzsuchenden. Als Highlight findet jeden September der LebensLauf statt.
Lisa Wolfsegger

Das Projekt basiert auf der Erfahrung, dass – um in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen – Integration ab dem „ersten Tag“ beginnen muss. In Grundversorgungseinrichtungen sind Asylwerber:innen oft isoliert und der Kontakt zur Mehrheitsgesellschaft fehlt. Oft wird über die erste Zeit berichtet, dass dies als verschwendete Lebenszeit wahrgenommen wird, als „bleierne Zeit“, ohne Perspektive und Kontakte. „Niemand hat sich um uns gekümmert, niemand hat gefragt was wir brauchen“. Um neu Angekommenen das Gefühl zu geben, in Österreich angenommen zu werden, ist die Einbindung von Anfang an in niederschwellige Aktivitäten wichtig. Sportliche Aktivitäten sind geeignet um die Zeit sinnvoll zu nutzen und erste Kontakte in Österreich zu knüpfen. In diesem Projekt steht bei allen Sportaktivitäten der Kontakt zur einheimischen Bevölkerung im Mittelpunkt.

Der Bedarf an Freizeit- und Sportmöglichkeiten ist für Geflüchtete besonders gegeben. Es gibt kaum niederschwellige und kostenlose Sportangebote, der Zugang bleibt vielen Personen verwehrt. Durch Sport werden Menschen mit Fluchtbiographie nicht nur in Angebote und Sportvereinen eingebunden, sondern auch in andere Angebote wie Deutschkurse etc. zu denen sie sonst den Zugang nicht gefunden hätten. Durch Trainings vor Ort, der Zu-sammenarbeit mit Gemeindeverwaltung, regionalen Partner:innen, (Sport)Vereinen und Betreuungseinrich-tung kommen Schutzsuchende mit der lokalen Bevölkerung auf Augenhöhe in Kontakt. Integration passiert unausweichlich. Sport soll aufzeigen, welchen Stellenwert Fairness und Toleranz, Wertschätzung und Respekt, Demokratie und Zusammenarbeit sowie Gender Equality und Wahrung der persönlichen Integrität einnimmt. Sport ist keine reine Kraftmaschine, sondern stiftet Sinn, zeigt die Welt als friedliche, freundschaftliche, toleran-te und aufbauende Gemeinschaft.

Acht Partner:innen sporteln mit Geflüchteten in insgesamt sechs Bundesländer. Infos zu den einzelnen Sportprojekten sind unten.

 

LebensLauf:


Als Highlight findet der jährliche LebensLauf in Wien statt, zu welchem alle Teilnehmer:innen der lokalen Trainings eingeladen sind. Es ist das Zusammenbringende Element des Projektes.
asylkoordination österreich veranstaltet als verbindendes Element den Laufbewerb über 5 km (1km Kinder-lauf), den LebensLauf. Dieser zeichnet sich durch seinen integrativen Charakter aus. Viele Teilnehmer:innen sind Geflüchteten und Zuwander:innen - Laufpat:innen übernehmen hier das Stargeld für die Geflüchteten.
Sportprojekt-Teilnehmenden aus den Bundesländern kommen zusammen und lernen sich kennen. Neben den regelmäßigen Sporttrainings setzen wir uns damit ein gemeinsames Ziel, die Teilnahme am LebensLauf – dieses Ziel motiviert zum Training und Leistungs-vergleich.
Seit 2018 organisiert asylkoordination österreich den „LebensLauf – Laufen für eine offene Flüchtlingspolitik“. Etwa 50 Prozent aller Teilnehmer:innen sind Menschen mit Flucht- oder Migrationsbiographie.
Der LebensLauf gibt die Gelegenheit zum gemeinsamen Laufen. Wie schon in den letzten Jahren ist der Lauf im Kurpark Oberlaa ein Fixpunkt im Wiener Laufkalender. Obwohl wir gegeneinander im Wettbewerb antreten, setzen wir damit gemeinsam ein Zeichen für eine offene Flüchtlingspolitik.
Beim LebensLauf werden soziale Kontakte geknüpft, Bindungen gestärkt und die Zugehörigkeit zur Mehrheitsgesellschaft, denn es laufen sowohl Österreicher:innen als auch Geflüchtete gemeinsam, für jeden mit gleichen Rahmenbedingungen. Die Veranstaltung bringt Menschen mit verschiedenen Biographien und Lebenssituationen zusammen, es entsteht ein Gemeinschaftsgefühl mit der Mehrheitsbevölkerung. Alle verfolgen das gleiche Ziel.

Die Trainings vor Ort sind nicht nur der regelmäßige Sport, sondern auch gleichzeitig die gemeinsame Vorbereitung zum Lauf. Auch wenn vor Ort nicht überall der Laufsport im Mittelpunkt steht, bereitet auch anderen Ausdauer- und Krafttrainings auf das Laufevent vor.
 


 
Kontakt und Information

Bild Lisa Wolfsegger mit Link zur Seite von Lisa WolfseggerLisa Wolfsegger
T 01 53 212 91 - 16
wolfsegger@asyl.at






Bild Anna Rötzer mit Link zur Seite von Anna RötzerAnna Rötzer
T 01 53 212 91 - 20
roetzer@asyl.at






 Das Projekt wird gefördert von:





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Laufzeit: 0.722... Sekunden!