ausgebucht
Wege der aufenthaltsrechtlichen Regularisierung. Fokus: FPG, AsylG und NAG-Umstieg, 30.September, online - ausgebucht
Zeit:  Donnerstag, 30.September, 09.30 - 15.30h
Seminarbeitrag: 115 Euro

 

Seminarleitung: Philipp Schmidtmayr (Kanzlei Lorenz, frida), Thiemo Bischof (Diakonie Flüchtlingsdienst, Queer Base)

Nach Abschluss eines negativen Asylverfahrens stellt sich für Betroffene – auch viele Jahre später – regelmäßig die Frage nach Möglichkeiten, den Aufenthalt in Österreich zu regularisieren. Für eine seriöse Rechtsberatung, die nicht grundlos Hoffnung weckt und im schlimmsten Fall die Situation der Betroffenen verschlechtert, bedarf es neben der Auseinandersetzung mit den individuellen Bedürfnissen und dem Akt, eines umfassendes Wissens um die gesetzlichen Grundlagen und der damit einhergehenden Rechtsprechung.

Im Rahmen des Seminars werden wir den Fokus daher auf die Bestimmungen des Fremdenpolizeigesetzes (Duldung) sowie des Asylgesetzes (Aufenthaltstitel aus berücksichtigungswürdigen Gründen) richten. Damit einhergehend werden wir uns mit den „Umstiegsmöglichkeiten“ in Richtung Niederlassungsgesetz auseinandersetzen. Eine sonstige Auseinandersetzung mit migrationsrechtlichen Bestimmungen erfolgt allenfalls am Rande.
Fundiert durch höchstgerichtliche Rechtsprechung und die Spruchpraxis des Bundesverwaltungsgerichts werden wir aufgrund der Bedeutung für die Praxis neben dem materiellen Recht auch das Formelle/Verfahrensrechtliche schwerpunktmäßig in den Blick nehmen.
Aufenthaltstitel in besonders berücksichtigungswürdigen Fällen (§ 56 AsylG) gewinnen zunehmend an Bedeutung und Interesse. Unter dem Banner „Bleibrecht“ werden wir daher die Parallelen und Unterschiede zum Aufenthaltstitel aus Gründen des Art. 8 EMRK aufzeigen und mit ausgewählter (aktueller) Judikatur untermauern.

Selbstverständlich werden wir die Theorie bestmöglich mit unserer Praxiserfahrung und den gesammelten Eindrücken im Umgang mit Mandant:innen/Klient:innen, Behörden und Gerichten mit Euch/Ihnen teilen.
Gesetzesbestimmungen:
  • §§ 46, 46a FPG, 57 AsylG
  • §§ 55 – 57  AsylG 
  • § 41a NAG

Geplanter inhaltlicher Aufbau
  1. Allgemeines: Aktanalyse und Abklärung des Status Quo
  2. Die Duldung gem. § 46a FPG
  1. Grundlagen und rechtliche Dimensionen
  2. Fokus: die Duldung aus tatsächlichen Gründen (§ 46a Abs. 1 Z 1 FPG)
  3. Kurzer hist. Überblick: Vor dem FräG 2017 und Status Quo 
  4. Höchstgerichtliche u. BVwG Rechtsprechung
  5. Ausgewählte Schlaglichter: Bindungswirkung, Eigeninitiative, Identität, etc.
  6. Praxishürden u. Tipps
  1. Aufenthaltstitel aus berücksichtigungswürdigen Gründen
  1. Allgemein: Rechtskraft, aufenthaltsbeendende Maßnahmen und Amtswegigkeit
  2. Aufenthaltstitel aus Gründen des Art. 8 EMRK (§ 55 AsylG)
    1. Ausgewählte Rechtsprechung
  3. Verfahrensrechtliches
    1. Rechtskraft: konkret
    2. Abschiebeschutz / Aufenthaltsrecht
    3. Erteilungshindernis Einreiseverbot
    4. Folgeantrag / Antrag gem. § 55 od. §56 AsylG ?
  4. Aufenthaltstitel in besonders berücksichtigungswürdigen Fällen ( § 56 AsylG)
    1. Ausgewählte Rechtsprechung
    2. Formalvoraussetzungen (§ 60 AsylG)  / AsylG-DV
    3. Exkurs: Lehrlinge
  5. Praxishürden & Tipps
  1. Umstiege: zur Niederlassung
  1. Aufenthaltsberechtigung (plus) – RWR+ / Niederlassungsbewilligung
    1. 1. Umstieg und dann? „Niederlassungsbewillungsschleife“
    2. NAG-DV
  2. Duldung  – Aufenthaltsberechtigung besonderer Schutz, RWR+
 
  • Zielgruppe: (Rechts-)Berater:innen und Interessierte
  • Ziel:  Wissenserweiterung u. Beratungskompetenz bezüglich der besprochenen fremdenpolizeilichen u. aufenthaltsrechtlichen Bestimmungen
  • Methode: Vortrag, Diskussion, Fallbeispiele
  • Voraussetzungen:  fortgeschrittene asyl- und fremdenpolizeilichen Kenntnisse
 
Anmeldung

mit dem online-Formular siehe weiter unten.

Rückfragen an:
Marion Kremla, asylkoordination österreich
Tel.: 01 - 53 212 91 - 13
E-mail: kremla@asyl.at

Bezüglich Förderungen und Ermäßigungen siehe Seminare allgemein.

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