Home | Vernetzung | National | Asylforum
10.3.2026

Asylforum 2026

01. bis 03. Juni 2026
Seehotel Rust, Am Seekanal 2-4, 7071 Rust
Bitte rasch anmelden, es gibt nur noch wenige Plätze!

Anmeldung
 

Die Anmeldung für das Asylforum 2026 ist unter diesem Link möglich.
Bitte rasch anmelden, es gibt nur noch wenige Plätze!


Programmübersicht

Montag, 01. Juni


15:00 Uhr: Registrierung und Check-in im Seehotel Rust

17:30 – 19:00 Uhr: Podiumsdiskussion im Seehotel Rust:
"An der Grenze: Integrationspolitik im Burgenland zwischen Dorferneuerung und Arbeitspflicht”
U.a. mit Anja Haider-Wallner (LH-Stv Burgenland - Grüne) und Katarzyna Winiecka (UNDOK)
Moderation: Lukas Gahleitner-Gertz (asylkoordination)


19:30 Uhr: Abendessen im Seehotel Rust
 

Dienstag, 02. Juni


9:30 – 10:30 Uhr (Plenum):  Trends und Herausforderungen der BBU-Geschäftsbereiche sowie der Ukraine‑Flüchtlingskoordination
Andreas Achrainer - BBU GmbH und Stabsstelle Flüchtlingskoordination

Kaffeepause
 
11:00 – 12:00 Uhr (Plenum):
Vortrag auf Englisch: Between Law and Lived Reality: The Situation of Refugees and Beneficiaries of Protection in Greece in the light of the implementation of CEAS
Minos Mouzourakis - Refugee Support Aegean (RSA)

This session offers a concise overview of the current situation of refugees and beneficiaries of international protection in Greece, focusing on everyday realities, access to services, and inclusion. It will briefly touch on recent legal and policy developments, including selected court decisions, only as context for understanding conditions on the ground.

Mittagessen

13:30 – 14:30 Uhr (Plenum): Löcher im Auffangnetz - Sozialhilfe quo vadis?
Lilian Hagenlocher - Diakonie Flüchtlingsdienst (Stabstelle Sozialrecht)

Der Vortrag gibt einen Überblick über aktuelle Neuerungen in der Sozialhilfe in den jeweiligen Bundesländern mit Schwerpunkt Wien und Tirol. Im Fokus stehen die kritische rechtliche Einordnung der Reformen sowie ein Einblick in einige bereits gerichtlich anhängig gemachte Verfahren. Zudem soll die spezifische Situation von subsidiär Schutzberechtigten beleuchtet werden.


15:00 – 17:30 Uhr: Workshops, parallel

Bitte auf den Titel klicken, um direkt zu den Workshop-Details zu springen: 17:30 – 18:00 Uhr: Präsentation und Zusammenführung der Workshops

Abendessen ab 18:30 Uhr

 

Mittwoch, 03. Juni


8:45 – 9:30 Uhr (Plenum):  Widerstand und Hoffnung auf der Balkanroute: Zivilgesellschaftliches Wirken in einem rechtsfreien Raum
Petar Rosandic ‘Pero’ - SOS Balkanroute

In diesem Input berichtet Pero über die Illusion einer „geschlossenen“ Balkanroute, die Normalisierung von Gewalt und die chronisch gewordene Rechtlosigkeit an den EU-Außengrenzen. Er beleuchtet aktuelle und vergangene Migrationsdynamiken und zeigt auf, wo trotz repressiver Politik Hoffnungsschimmer entstehen – durch das beharrliche und mutige Engagement der Zivilgesellschaft vor Ort.

Kaffeepause 

9:45 – 12:15 Uhr: Workshops, parallel
12:15 – 12:30 Uhr: Präsentation und Zusammenführung der Workshops, Abschluss
12:45 Uhr: Mittagessen (optional)

Workshops im Detail
 

WS 1 (Di): GEAS-Reform & AMPAG kompakt – Praxisauswirkungen für Schutzsuchende und Rechtsberatung

Ronald Frühwirth - Rechtsanwalt (Wien)

Die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) und ihre innerstaatliche Umsetzung durch das Asyl- und Migrationspaktanpassungsgesetz (AMPAG) bringen tiefgreifende Änderungen für Schutzsuchende und ihre rechtliche Beratung mit sich. Der Workshop bietet einen praxisnahen Überblick über neue Verfahrensarten, zentrale Begrifflichkeiten und strukturelle Neuerungen. Im Fokus stehen konkrete Auswirkungen auf die Beratungspraxis, veränderte Abläufe im Asylverfahren sowie rechtliche und organisatorische Anpassungen durch die nationale Umsetzung. Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über die neuen Regelungen und ihre praktische Bedeutung zu vermitteln.


WS 2 (Di): Current Trends in the Greek Asylum System: Litigation, Practice, and the Evolving European Framework

Minos Mouzourakis - Refugee Support Aegean (RSA)

This workshop will provide a general overview of recent trends and developments in the asylum system in Greece. It will highlight key issues currently shaping asylum procedures, reception conditions, and access to protection, while offering insights into the broader legal and policy context.

The session will also touch on experiences with strategic litigation in Greece and how legal actors have used litigation to address systemic challenges within the asylum system. The discussion will briefly situate these developments within the wider European framework, including the upcoming entry into force of the reform of the Common European Asylum System (CEAS) in June and its potential implications.

This workshop will be held in English.
 

WS 3 (Di): Ermittlungs- und Beschwerdestelle Misshandlungsvorwürfe Aufbau/Zuständigkeit/Aufgaben und Erfahrungen aus zweijähriger Tätigkeit

Benedikt Panzer - Ermittlungs- und Beschwerdestelle Misshandlungsvorwürfe

Dieser Workshop stellt die Ermittlungs- und Beschwerdestelle Misshandlungsvorwürfe vor und gibt einen Einblick in deren Aufbau, Zuständigkeiten und Aufgaben. In einem einführenden Frontalvortrag werden zudem Erfahrungen aus der bisherigen zweijährigen Tätigkeit der Stelle präsentiert und zentrale Aspekte ihrer praktischen Arbeit erläutert.
Im Anschluss besteht Raum für Fragen, Austausch und Diskussion zu Arbeitsweise, Herausforderungen und Erfahrungen im Umgang mit Misshandlungsvorwürfen im asyl- und betreuungsrechtlichen Kontext.
 

WS 4 (Di): Blaupause Steiermark? Auswirkungen der Kürzungspolitik auf Betroffene und die soziale Infrastruktur sowie Gegenstrategien

Alexandra Köck - ZEBRA (Zentrum für interkulturelle Beratung und Therapie)

Seit Herbst 2024 setzt die von der FPÖ geführte blau-schwarze Landesregierung in der Steiermark massive Einschnitte in der Soziallandschaft um. Dies hat spürbare Auswirkungen auf Rechts- und Sozialberatungseinrichtungen im Speziellen, aber auch auf die gesamte zivilgesellschaftliche Infrastruktur im Allgemeinen. Alexandra Köck kann als Geschäftsführerin von ZEBRA in Graz von diesen Umwälzungen und der Organisation von Gegenstrategien aus erster Hand berichten. 
 

WS 5 (Di):  Die Realität von undokumentiert arbeitenden Personen in Österreich - Beratung und Praxisbeispiele

Katarzyna Winiecka und Anja Riecken - UNDOK Verband zur gewerkschaftlichen Unterstützung undokumentiert Arbeitender

Wer in Österreich einer Lohnarbeit nachgeht, hat als Arbeitnehmer:in Rechte. Diese gelten für alle gleich, unabhängig von Herkunft und Aufenthaltsstatus. Undokumentiert Arbeitende – insbesondere Migrant:innen aus Drittstaaten – sind jedoch mit besonders hohen Hürden konfrontiert, wenn sie ihre Rechte durchsetzen wollen. Die Beratungsstelle UNDOK präsentiert seine Arbeitsweise und aktuelle Schwerpunkte in ihrer Arbeit.
 

WS 6 (Di): Änderungen in der Bundesgrundversorgung aufgrund der GEAS-Reform

Stephanie Sladek und Marion Noack-Brammer - BBU Geschäftsbereichsleitung Grundversorgung 

Der Workshop gibt einen Überblick über die zentralen Änderungen in der Bundesgrundversorgung iZm der GEAS‑Reform. Im Fokus stehen die daraus resultierenden Prozessänderungen, Auswirkungen auf Personen mit besonderen Bedürfnissen und vulnerable Gruppen insbesondere UMF.
 

WS 1 (Mi): Familienzusammenführung in Österreich: Aktuelle Herausforderungen und Neuerungen für Schutzberechtigte

Daniel Bernhart - Österreichisches Rotes Kreuz - Familienzusammenführung

Der Workshop vermittelt einen praxisnahen Überblick über die aktuelle Situation der Familienzusammenführung für Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte in Österreich. Im Mittelpunkt stehen der seit Juli 2025 geltende Stopp der Familienzusammenführung nach dem AsylG, die Einleitung von Aberkennungsverfahren und deren Auswirkungen auf bestehende Verfahren sowie die geplante Novelle, durch die der Familiennachzug vollständig ins System des NAG (Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz) überführt wird.
Anhand von Beispielen, relevanten Gerichtsentscheidungen und der Analyse unionsrechtlicher Vorgaben erhalten die Teilnehmer:innen einen klaren Einblick in die rechtlichen und praktischen Konsequenzen der aktuellen Entwicklungen.
 

WS 2 (Mi): Beratung zu Sozialhilfe, Mindestsicherung und Familienleistungen - Aktuelle Herausforderungen und Praxisbeispiele

Veronika Stemberger - Diakonie Flüchtlingsdienst (Sozialberatung)

Vertiefender Blick auf aktuelle Entwicklungen in der Sozialhilfe/Mindestsicherung/Familienleistungen: Welche zentralen Probleme zeigen sich derzeit in der Beratungspraxis? Der Workshop verbindet Praxiserfahrungen mit rechtlicher Einordnung und beleuchtet mögliche Ansatzpunkte im Umgang mit diesen Herausforderungen.
 

WS 3 (Mi): GEAS-Reform & AMPAG: Vertiefende Analyse ausgewählter Umsetzungsfragen

Ronald Frühwirth - Rechtsanwalt (Wien)

Die Reform des Gemeinsames Europäisches Asylsystem (GEAS) und ihre nationale Umsetzung durch das Asyl- und Migrationspakt-Anpassungsgesetz (AMPAG) bringen weitreichende strukturelle und verfahrensrechtliche Änderungen mit sich. Der Workshop setzt sich zum Ziel, ausgewählte Themenbereiche dieser Reform gezielt herauszugreifen und vertiefend zu analysieren. Im Mittelpunkt steht nicht eine umfassende Darstellung aller Neuerungen, sondern die kritische Durchdringung konkreter Regelungskomplexe, ihrer dogmatischen Einordnung sowie möglicher verfassungs- und unionsrechtlicher Spannungsfelder.

Geplant ist eine nähere Auseinandersetzung mit der Problematik des Wechsels zwischen den Verfahrensarten, den Änderungen im Dublin-System, dem Recht auf Verbleib, den Unzulässigkeitsgründen und den Konzepten der sicheren Drittstaaten sowie mit Änderungen bei zu berücksichtigenden Nachfluchtgründen. Diese Fragestellungen sollen vertiefend untersucht werden. Ziel ist es, zentrale Konfliktlinien herauszuarbeiten, argumentative Ansatzpunkte zu entwickeln und Raum für eine vertiefte fachliche Diskussion zu schaffen.
 

WS 4 (Mi): Flüchtlingsarbeit im Burgenland: Alltägliche Herausforderungen im ständigen Wandel

Lisa Schermann - Diakonie Flüchtlingsdienst Mobile Beratung Burgenland (MOBEB)

Der Workshop gibt Einblick in die aktuelle Arbeit der MOBEB und LARES des Diakonie Flüchtlingsdienstes im Burgenland – mit Fokus auf die täglichen Herausforderungen durch den ständigen Wandel neuer Anforderungen. Neben den Problematiken werden auch bewährte Strukturen im burgenländischen System aufgezeigt.
 

WS 5 (Mi): Abschiebungen in und aus Europa - Flüge, Daten und europäische Vernetzung

Der Workshop gibt einen Überblick darüber, welche Informationsquellen es zu Abschiebungen gibt. Zudem wird ein Vernetzungsprojekt vorgestellt, das Charterabschiebungen aus ganz Europa dokumentiert und die Zusammenarbeit europäischer Staaten bei Abschiebungen sichtbar macht.
 

WS 6 (Mi): Das Camp Lipa – ein gescheitertes österreichisches Externalisierungsexperiment

Petar Rosandic ‘Pero’ - SOS Balkanroute

Das in Bosnien gelegene und vielfach medial skandalisierte Camp Lipa – zu zwei Dritteln mit österreichischen Steuergeldern finanziert – wurde zum Sinnbild einer „Aus den Augen, aus dem Sinn“-Politik an den EU-Außengrenzen. Mitten im Wald isoliert, in unmittelbarer Nähe eines Minenfeldes und rund 25 Kilometer von jeglicher Infrastruktur entfernt, steht es exemplarisch für die Externalisierung europäischer Migrationspolitik.

Sechs Jahre nach der Eröffnung von „Lipa 1“ (das 2020 abbrannte) und fünf Jahre nach dem Wiederaufbau stellt sich weiterhin die Frage: Wem hilft dieses Camp – und welchen Zweck erfüllt es tatsächlich?

Im Workshop wird ein genauer Blick auf das Camp Lipa geworfen, seine politische Funktion, seine Folgen für die Betroffenen, die Gemeinde Bihać und seine Bedeutung im europäischen Grenzregime detailliert untersucht.



 

Das Asylforum 2026 wird gefördert von:

top
 
{T_laufzeit}