JUGEND MIT POWER
Gemeinsam mit (noch und ehemaligen) unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen bauen wir eine neue JUGENDORGANISATION von und für junge Flüchtlinge bzw. für junge neue Österreicher*innen (wie es die Jugendlichen selbst nennnen) auf.

Unter anderem durch eine Erasmus+ Unterstützung wurde von der asylkoordination eine Interessensvertretung von und für geflüchtete Jugendliche gegründet. Dabei geht es um Partizipation und politischer Mitbestimmung von und für geflüchtete Jugendliche. Es wurde mit geflüchteten Jugendlichen erarbeitet, welche Bereiche des Lebens sie aktiv gestalten können sich selbst einbringen können.
Ziel war, Interesse an partizipativen Prozessen zur Mitgestaltung des eigenen Umfeldes zu schaffen, selbstgestaltend die Umwelt wahrzunehmen, Verständnis für demokratische Strukturen zu schaffen und Jugendliche zu unterstützen, partizipativ handelnde und eigenständige Erwachsene zu werden.
 
Die Jugendlichen wurden motiviert und empowered politisch engagiert zu sein und eine einzigartige Interessenvertretung von/für geflüchtete Jugendliche geschaffen. Junge geflüchtete vertreten politisch andere geflüchtete Jugendliche. Der Verein besteht aus Jugendlichen, die in Österreich verteilt leben und aus unterschiedlichen Herkunftsländern kommen, den Vorstand wählten sie in Tulln und besteht aus Mädchen und Jungs aus Afghanistan und Somalia.
Es ist ein einzigartiger Ort der Selbstorganisation und die Organisation hat sowohl Funktion nach „Innen“ (in die eigene Peer-Group) und nach „außen“ (institutionell-politisch). Die Jugendlichen leisten hervorangende Interessensvertretungsarbeit und konnten dies bei Treffen mit PolitikerInnen (Nationalrats- und Bundesratsabgeordneten der SPÖ, Grünen, ÖVP, NEOS und Liste Jetzt), UNHCR, anderen Jugendorganisationen und nationalen und internationalen (Jugend)Austauschtreffen schon unter Beweis stellen.
 
Die Jugendlichen fungieren als MultiplikatorInnen in der peer group und jene in den UMF Einrichtungen auch als MultiplikatorInnen in den Einrichtungen.

Die asylkoordination unterstützt den Verein weiterhin und hilft ihnen bei zukünftigen Schritten.




Eine Gruppe junger Geflüchteter (aus ganz Österreich) hatte Politiker*innengespräche mit SPÖ, Grüne, Neos, Liste Jetzt und ÖVP bzw. dem UNCHR - die Jugendlichen vertreten selbst ihre Interessen gegenüber der Politik national und international. Ende April stellen ein paar Delegierte der Gruppe das Projekt - aktuell im Rahmen von Erasmus+ - in Brüssel vor.

Die Gruppe will wachsen. Falls sich Jugendliche ernsthaft für Politik, Jugend- und Interessensvertretung interessieren, freuen wir uns, wenn sie Teil des Projektes werden. 


INTERESSIERT?
Bitte mit Namen, Herkunftsland, Sprachkenntnisse und Geburtsdatum bei wolfsegger@asyl.at anmelden.
Falls sich jemand einfach mal fürs Projekt interessieren, können sie sich sicher auch mit einem/r der involvierten Jugendlichen mal treffen. Altersgrenze für die Teilnahme ist 30.

Den beteiligten Jugendlichen selbst ist wichtig, dass sich die Jugendlichen  ernsthaft dafür interessieren und nicht nur mitfahren, um Spaß zu haben - auch wenn natürlich der Spaß nicht zu kurz kommen soll!
 
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