Kritik
an falscher Berichterstattung auf krone.at
Im Artikel „Wirbel um 'Flüchtlingsspiele' in Wiener Schule vom 22.01.2020 auf der Website krone.at wird darüber berichtet, dass Kinder zu einem „Flüchtlingsspiel“ gezwungen worden seien. Weiters wird behauptet, dass unter anderem die asylkoordination österreich derartige Workshops anbietet und es entsteht – nicht zuletzt durch Verwendung von Fotos von der Website der asylkoordination – der Eindruck, es habe sich dabei um einen Workshop der asylkoordination gehandelt.

Sämtliche Behauptungen und durch die Berichterstattung erweckte Eindrücke sind falsch:

Die asylkoordination österreich hat mit dem angesprochenen „Wirbel“ nichts tun: Die asylkoordination österreich war an dem berichteten Aktionstag einer Wiener Schule in keiner Weise beteiligt. Weder bietet die asylkoordination  Workshops an, in denen Kinder zu einem „Flüchtlingsspiel“ oder zur Einnahme von bestimmten Rollen gezwungen werden noch war die asylkoordination österreich jemals an einem derartigen Workshop oder Aktionstag, an dem Kinder gezwungen wurden, beteiligt oder involviert.

Die asylkoordination österreich setzt sich seit 1992 unter anderem dafür ein, dass Kinder – egal welcher Nationalität – weder in der Realität des Asylverfahrens, noch in der Bewusstseinsarbeit zu den Themen Asyl, Flucht, Migration und Rassismus Zwang ausgesetzt werden. Im Rahmen dieser Arbeit bieten wir Schulen seit Jahrzehnten  Workshops zum Thema Flucht, Asyl, und Rassismus an, die einem hohen pädagogischen Standard verpflichtet sind. Die Workshops wurden ua. vom UN-Flüchtlingshochkommissariat entwickelt.
Wir werden von Lehrer_innen eingeladen, die Workshops sind in den Unterricht eingebettet. Unsere Tätigkeit passiert abgestimmt mit den Lehrer_innen und ist daher keinesfalls unangekündigt und nicht überfallsartig. Selbstverständlich wird dabei kein Kind gezwungen, mitzumachen oder irgendeine spezielle Rolle einzunehmen. Den Teilnehmer_innen wird jederzeit ermöglicht, aus Workshops auszusteigen. Planspiele werden im Rahmen der Workshops vorbereitet und ausführlich nachbereitet.
Das haben wir auch dem Journalisten der Kronen Zeitung so erklärt. 

Wir haben bereits eine rechtliche Prüfung der falschen bzw. irreführenden Berichterstattung und der unberechtigten Verwendung der Fotos in Auftrag gegeben.
 
IMPRESSUM | COPYRIGHT BY ASYLKOORDINATION ÖSTERREICH
WEBDESIGN Christof Schlegel / PROGRAMMIERUNG a+o / FOTOS Mafalda Rakoš