Gemeinsam
für eine Gesellschaft ohne Rassismus,
Diskriminierung und Vorurteile
Im
Rahmen des Projektes
nahm die 4KT der Höheren Bundeslehranstalt für wirtschaftliche
Berufe, Wassermanngasse 12, 1210 Wien an drei der angebotenen
Module teil:
Zu Beginn
des Schuljahres hatten wir nach Arbeiten zum Thema Identität
und Nationalismen im Unterrichtsgegenstand Geschichte
die Landesausstellung in der Burg Schlaining im Burgenland besucht,
die sich im vorigen Jahr um das Thema "Krieg & Frieden
- Vom Kult der Gewalt zu einer Kultur der Konfliktlösung"
drehte. Anschließend an die Führung durch die Gemäuer
der Burg nahm die Klasse noch an einem Vortrag teil, der jedoch
nicht ganz unsere Erwartungen erfüllte. Weiters diskutierten
wir die Thematik "Fremdes Wien" anlässlich der Fotoausstellung
"Lisl Ponger" im Arbeiterkammer Bildungszentrum in der
Theresianumgasse im 4. Wiener Gemeindebezirk.
Doch unsere Klasse wollte
es nicht auf diesen (eher theoretischen) Aktivitäten beruhen
lassen. Daher beschlossen wir an der äußerst brisanten
und hochaktuellen Thematik weiter zu arbeiten und entwickelten letztendlich
unser eigenes Projekt. Dieses möchten wir hier anhand eines
kurzen Rückblicks vorstellen:
Aufgrund der Enttäuschung
in der Klasse gegenüber der Art und Weise der Durchführung
des uns so wichtig erscheinenden Projektes beschlossen wir, uns
selbstständig
unter Anleitung von Frau
Professor Lenz-Johann
mit der Problematik Rassismus, Fremdenhass bzw. Ausländerfeindlichkeit
auseinanderzusetzen. Ausschlaggebend dafür war vor allem der
Besuch in der Betreuungsstelle des Bundesministeriums für
Inneres in der Nußdorfer Straße im 9. Bezirk.
Die Ebene, auf der dieser Besuch stattfand, sagte uns nicht vollends
zu. Gerechnet hatten wir und Frau Professor Lenz-Johann mit Gesprächen
mit den Bewohnern der Betreuungsstelle um ihnen auf einer persönlichen
Basis näher zu kommen und Kontakt aufzunehmen.
Jedoch verlief dies durch
die Planung eines Mitarbeiters des Ministeriums leider etwas anders:
Wir machten eine Art Führung durch das Gebäude bei der
wir aufgefordert wurden die Wohnung einer Asylantenfamilie zu "besichtigen".
Dies ließ für einige von uns eine etwas ungewohnte Situation
entstehen, da wir das Gefühl hatten, die Menschen in ihrer
Privatsphäre zu "begutachten". Anschließend
versammelten wir uns in einem Raum, um über das Asylantragsverfahren
und weitere sachliche Details informiert zu werden. Daher kamen
wir nicht wirklich in direkten Kontakt mit den Menschen, die wir
gerne kennengelernt hätten.
Und genau diese Tatsache
versuchten wir zu ändern
wir beschlossen die
BewohnerInnen auf einer persönlicheren Ebene zu besuchen. So
entstand die Idee von den Projekttagen "Schule GEGEN Rassismus".
Im Zuge dieser Tage im Juni 2001 malten wir Plakate um unsere
geplanten Aktivitäten den BewohnerInnen der Betreuungsstelle
vorzustellen und diese zum Mitmachen zu animieren. Und siehe da,
schon zwei Wochen später waren die Anmeldungsformulare mit
Teilnehmern überfüllt!!!
So fanden folgende Projektnachmittage statt:
-
eine Stadtführung
in der Wiener Innenstadt
-
Malen und Basteln
mit den Kindern und
-
Fußballspiele
und -matches
Einfach erscheinende Dinge,
die jedoch im Endeffekt viel Freude brachten und Menschlichkeit
verkörperten und somit genau das bewirkten, was wir uns von
dem Projekt gewünscht hatten. Wir kamen in Kontakt mit den
unterschiedlichsten Kulturen und Persönlichkeiten und lernten
in diesen zwei Tagen mehr als in den bisherigen Modulen. Anhand
ihres Verhaltens und in Gesprächen mit ihnen, bemerkten wir
deutlich auch bei den BewohnerInnen des Betreuungsheimes den Spaß,
die Begeisterung an den Aktivitäten sowie ihre Dankbarkeit
uns gegenüber...! Wir haben uns vorgenommen, mit diesen Tagen
das Projekt nicht abzuhaken, sondern in diese Richtung nächstes
Jahr weiterzumachen und somit Freude und auch Freundschaften zu
schaffen, Misstrauen zu beseitigen und vielleicht sogar ein wenig
Frieden zu stiften! Und eigentlich ist genau das unser Ziel!!
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