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Länderspezifisches Seminar: Nigeria

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Termin
Mo., 22. März 2010, 09.30 - 17.00 Uhr

Inhalte
Für BetreuerInnen und BeraterInnen von Flüchtlingen aus Nigeria ist es wichtig, über umfassende Länderinformationen zu verfügen, um dadurch bestmögliche Hilfestellungen in der sozialen und rechtlichen Beratung leisten zu können.
LänderexpertInnen geben in diesem Seminar einen Einblick in politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Ziel ist es, ein Mehr an Wissen und somit auch an Verständnis für die Lebenssituation von nigerianischen Flüchtlingen zu bekommen.

09.30 bis 12.00 Uhr
Nach einer kurzen Darstellung der Gesellschaften im Raum des heutigen Nigeria soll anhand einiger Punkte aufgezeigt werden, inwieweit heutige Probleme zu einem wesentlichen Teil als ein 'Erbe' der britischen Kolonialpolitik gesehen werden können (sprachliche Vielfalt, ethnische Heterogenität, religiöse Diversität, Wandel gesellschaftlicher Rollen zwischen Jung und Alt, Männern und Frauen, Wandel des Rechtssystems/der Rechtssysteme,…).
Im zweiten Teil sollen die heutigen Probleme Nigerias diskutiert werden, die häufig auch als Fluchtgründe und Gründe für Asylansuchen genannt werden (ethnische Konflikte, religiöse Konflikte, Einführung der Sharia im Strafrecht im Norden Nigerias, Verfolgung durch Sekten und Geheimbünde, Umweltproblematik im Niger-Delta, paramilitärische Gruppen, das Problem von 'armed robbers', …) – anhand von eigenen Erfahrungen und persönlichen Gesprächen der Referentin mit NigerianerInnen.
Referentin:
Dr.in Ingeborg Grau, Institut für Afrikawissenschaften, Universität Wien

13:00 bis 15:00 Uhr
Prof. Manfred Nowak war vom 4.-10. März 2007 als UN-Sonderberichtserstatter über Folter in Nigeria. Sein Forschungsassistent Roland Schmidt, der Prof. Nowak auf seiner Reise begleitet hat, wird in diesem Teil des Seminars über seine Beobachtungen und Ergebnisse berichten.
Weiters wird er eine Einschätzung der Bedeutung dieser Ergebnisse für die Asylrechtsprechung bzw. subsidiären Schutz für nigerianische Flüchtlinge in Österreich geben.
Referent:
Roland Schmidt, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte

15:00 bis 17:00 Uhr
Hannah-Isabella Gasser studiert Afrikawissenschaften an der Universität Wien und ist seit 2009 als Projektkoordinatorin (Careprogramm) und im Recherchebereich beim Verein EXIT tätig. Dieser beschäftigt sich mit Bekämpfung und Prävention von Menschenhandel, vor allem von Frauen und Mädchen, aus Nigeria.
In ihrem Beitrag behandelt sie vor allem folgende Fragen:
Wie kommt es zur Zwangsprostitution zahlreicher nigerianischer Frauen in Österreich? Wie ist die Lebensrealität dieser Frauen beschaffen? Wie versucht der Verein Exit zu helfen?
Referentin:
Hannah-Isabella Gasser, Verein Exit


Zielgruppe:
RechtsberaterInnen und BetreuerInnen von nigerianischen Flüchtlingen und alle, die an Hintergrundinformationen zu Nigeria interessiert sind.

Seminarort
asylkoordination Österreich
Laudong. 52/9
A-1080 Wien

Seminarbeitrag
Normalpreis: € 90.-
Bezüglich Förderungen und Ermäßigungen siehe Seminarkalender.


Anmeldung
bei asylkoordination Österreich

tel.  01 53 212 91 - 12
fax  01 53 212 91 - 20
e-mail  langthaler@asyl.at

oder am besten mit diesem Online-Anmeldeformular