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Projektgruppen
- Bilanz nach vier Jahren
Die Patenschaften entwickeln sich seit Projektbeginn im Jahr 2001 erfreulich positiv, die Erwartungen an das Projekt wurden bei weitem übertroffen. Die Erwachsenen unterstützen ihre Jugend- lichen mit viel Engagement und Einsatz auf verschiedensten Ebenen.
Erfreulich ist vor allem die Tatsache, dass viele Patenschaften zu dauerhaften und stabilen Beziehungen zwischen erwachsenen ÖsterreicherInnen und jungen Flüchtlingen geführt haben. Für beide Seiten ist connecting people eine bereichernde und auch lehrreiche Lebenserfahrung geworden.
Die Jugendlichen profitieren sichtlich von diesen Patenschaften: Der emotionale Rückhalt stärkt das Selbstbewusstsein vieler Jugendlicher – sie trauen sich mehr zu, gehen mutiger und offener auf andere Menschen zu, machen Lernfortschritte. Viele sind in die Familien bzw. auch in den Freundeskreis ihrer PatInnen sehr eingebunden und haben so zusätzliche unterstützende Kontakte geknüpft, die Geborgenheit und Sicherheit vermitteln.
Derzeit bestehen 81 Patenschaften (Stand: Dezember 2005). Mehr als zwei Drittel der vermittelten Flüchtlinge sind Burschen, das Durchschnittsalter liegt bei 16,5 Jahren. Die Herkunftsländer der UMF sind unterschiedlich, den ländermäßig größten Anteil haben jedoch Jugendliche aus Afghanistan.
Herkunftsländer:
| Afghanistan |
29 |
| Nigeria |
18 |
| Äthiopien |
5 |
| Iran |
3 |
| China |
7 |
| Russland |
2 |
| Guinea |
2 |
| Nepal |
2 |
| Gambia |
2 |
| Somalia |
2 |
| Moldawien |
2 |
| Mauretanien |
1 |
| Kasachstan |
1 |
| Uganda |
1 |
| Uzbekistan |
1 |
| Ukraine |
1 |
| Aserbaidschan |
1 |
| Tschetschenien |
1 |
| Ruanda |
1 |
Die PatInnen im Projekt sind zwischen 23 bis 75 Jahre alt mit unterschiedlichsten privaten und beruflichen Hintergründen. Es gibt junge Familien, alleinstehende junge und ältere Frauen und Männer, junge und ältere Paare. Das Ausbildungsniveau ist überdurchschnittlich hoch (60 Prozent mit akademischer Ausbildung).
Die Motivationen für die Teilnahme am Patenschaftsprojekt sind vielfältig. Ein politisches Zeichen setzen, konkrete Hilfestellung anbieten und nicht nur anonym spenden, wurden genannt. Auch 'Brücken bauen' zwischen verschiedenen Kulturen, neue Kontakte knüpfen und das mit einer sinnvollen Tätigkeit zu verbinden war für einige Motivation an connecting people teilzunehmen. Aber auch das weiterzugeben, was man selbst als Flüchtling in Österreich an Hilfestellung erlebt hat und das Wissen um die Erfahrung des 'Fremdseins' sind Motive.